Cottbus: Lausitzer Flair und Naturgenuss

Cottbus: Lausitzer Flair und Naturgenuss

Cottbus, die zweitgrößte Stadt Brandenburgs, liegt eingebettet in die faszinierende Kulturlandschaft der Lausitz. Wer auf der Suche nach einer Mischung aus urbaner Geschichte, slawischem Erbe und unberührter Natur ist, wird hier fündig. Vergessen Sie Klischees – Cottbus überrascht mit seinem grünen Gürtel, dem UNESCO-Welterbe im Schloss Branitz und einer lebendigen Kulturszene. Dieser Reiseblogbeitrag verrät Ihnen, was Sie in Cottbus auf keinen Fall verpassen sollten.

Spreewald-Flair mitten in der Stadt: Die Atmosphäre

Die Atmosphäre in Cottbus ist eine besondere Mischung aus entschleunigter Provinz und studentischer Lebendigkeit. Die Stadt wird oft als “Tor zum Spreewald” bezeichnet, und das spürt man. Die vielen Kanäle und die Spree selbst prägen das Stadtbild. Es duftet nach Wasser, Wald und frischer Luft. Die Menschen hier sind bekannt für ihre Gelassenheit und Gastfreundschaft. Was tun in Cottbus an einem lauen Sommerabend? Am besten setzt man sich an die Spree, beobachtet die vorbeiziehenden Ausflugsboote und genießt den Sonnenuntergang über den Parkanlagen.

Landschaft und Natur: Mehr als nur Braunkohle

Die Landschaft um Cottbus ist eine Erfolgsgeschichte des Wandels. Einst vom Braunkohleabbau geprägt, entstehen hier heute Seenlandschaften von einmaliger Schönheit. Die Lausitz ist eine der größten künstlichen Wasserlandschaften Europas. Für Naturliebhaber bietet Cottbus selbst eine Oase der Ruhe.

Der Fürst-Pückler-Park Branitz

Das absolute Highlight ist der Fürst-Pückler-Park Branitz. Dieses Meisterwerk der Gartenkunst ist das UNESCO-Welterbe von Cottbus. Der Landschaftsarchitekt und Exzentriker Hermann von Pückler-Muskau schuf hier eine paradiesische Anlage mit Pyramiden, Kanälen und einer Vielzahl seltener Bäume. Ein Spaziergang durch den Park ist wie eine Reise durch verschiedene Kunstepochen. Besonders sehenswert: die Seepyramide im Pleasureground, die letzte Ruhestätte des Fürsten.

Der Spreeauenpark

Ein weiteres grünes Juwel ist der Spreeauenpark, der zur Bundesgartenschau 1995 angelegt wurde. Hier finden Sie die größte Dahlien-Schau Deutschlands, terrassierte Gärten und den mehrfach ausgezeichneten Planetentrail. Der Park ist perfekt für eine Auszeit vom Stadtleben und bietet Spielplätze, eine Parkeisenbahn und weite Rasenflächen zum Picknicken.

Kulturelle Höhepunkte und Sehenswürdigkeiten

Cottbus hat kulturell einiges zu bieten. Die Stadt verbindet ihre Geschichte als slawische Siedlung mit preußischer Eleganz und industriellem Erbe. Wenn Sie sich fragen, was tun in Cottbus bei schlechtem Wetter – tauchen Sie ein in die Museumslandschaft oder besuchen Sie das traditionsreiche Staatstheater.

Das Staatstheater Cottbus

Das Staatstheater Cottbus ist ein architektonisches und künstlerisches Wahrzeichen. Das Gebäude im Stil des Historismus mit seinem imposanten Säulenportal beeindruckt. Das Theater bietet ein breites Repertoire von Schauspiel über Oper bis Ballett. Ein Abend hier ist ein Muss für jeden Kulturreisenden.

Der Altmarkt und die Oberkirche

Schlendern Sie über den Altmarkt, das historische Zentrum der Stadt. Hier steht das barocke Rathaus und die Oberkirche St. Nikolai, eine der ältesten Backsteinkirchen der Region. Der Marktplatz ist der ideale Ausgangspunkt für eine Entdeckungstour durch die Altstadt mit ihren sanierten Bürgerhäusern und kleinen Gassen.

Das Wendische Museum

Um die slawischen Wurzeln der Lausitz zu verstehen, ist ein Besuch im Wendischen Museum unerlässlich. Es zeigt die Kultur, Sprache und Geschichte der Sorben/Wenden, der autochthonen slawischen Minderheit in der Region. Die Ausstellung ist modern aufbereitet und bietet tiefe Einblicke in eine lebendige Tradition.

Kulinarische Highlights und Traditionen

Die Lausitzer Küche ist herzhaft, deftig und bodenständig. Probieren Sie unbedingt traditionelle Gerichte wie den “Kreppel” (ein Hefegebäck) oder “Quarkkeulchen”. Ein echtes kulinarisches Erlebnis sind die sorbischen Hochzeitssuppen und der Lausitzer Heideschinken.

Wo isst man am besten?

Für authentische regionale Küche empfehle ich das Restaurant “Zum Sielow” oder das “Kaffee & Kuchen” im Schloss Branitz. Viele Gaststätten bieten saisonale Speisekarten mit Produkten aus der Region an. Besonders empfehlenswert ist der Besuch eines der lokalen Wochenmärkte, zum Beispiel am Altmarkt dienstags und freitags.

Aktivitäten: Wandern, Radfahren & Kultur

Die Region um Cottbus ist ein Paradies für Aktivurlauber. Die Antwort auf die Frage was tun in Cottbus lautet oft: Raus in die Natur!

Wandern und Radfahren

Der Fürst-Pückler-Radweg und der Spreewald-Radweg führen direkt durch die Stadt. Für Wanderer gibt es den gut ausgeschilderten “Cottbuser Naturlehrpfad” durch die Auenlandschaft. Die flachen Wege eignen sich perfekt für Familien und Genussradler. Eine Kajak- oder Kanutour auf der Spree ist ein unvergessliches Erlebnis.

Kulturveranstaltungen

In Cottbus herrscht ganzjährig ein reges Kulturleben. Höhepunkte sind die “Cottbuser Stadtfest” im Sommer, die “Filmfestspiele Cottbus” im Herbst für den osteuropäischen Film und der “Weihnachtsmarkt” auf dem Altmarkt mit seinem beeindruckenden Lichterglanz. Für Kinder ist die “Entdeckungsreise durch den Spreeauenpark” mit dem “Haus der Natur” ein spannendes Ziel.

Praktische Tipps für Ihren Besuch

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen, um Ihre Reise nach Cottbus perfekt zu planen:

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit ist von Mai bis Oktober. Im Frühling erblühen die Parks in voller Pracht, der Sommer ist ideal für Wassersport und der Herbst verzaubert mit farbenfrohen Wäldern und der Dahlienausstellung im Spreeauenpark. Auch die Wintermonate haben ihren Reiz, vor allem der Weihnachtsmarkt ist sehr stimmungsvoll.

Unterkunftsmöglichkeiten

Cottbus bietet für jeden Geldbeutel die passende Unterkunft. Vom luxuriösen Hotel “Radisson Blu” direkt am Stadthafen über gemütliche Pensionen in der Altstadt bis hin zu familienfreundlichen Ferienwohnungen. Für Naturliebhaber empfehle ich einen Aufenthalt im “Hotel Zum Sielow” oder in den Gästehäusern im Fürst-Pückler-Park.

Anreise

Cottbus ist mit der Bahn (RE 1 und RE 2) hervorragend an Berlin (ca. 1,5 Stunden) und Dresden angebunden. Mit dem Auto erreichen Sie die Stadt über die Autobahn A15. Vor Ort kommt man am besten mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurecht. Der öffentliche Nahverkehr (Trams und Busse) ist effizient und günstig.

Fazit: Ein Geheimtipp für Entdecker

Cottbus ist viel mehr als nur eine Durchreisestation. Die Stadt vereint historische Pracht mit modernem Lebensgefühl und unberührter Natur. Egal, ob Sie einen Tag oder eine Woche bleiben – Cottbus wird Sie mit seinem Charme, den Parks und der herzlichen Lausitzer Art in den Bann ziehen. Packen Sie Ihre Wanderschuhe ein und entdecken Sie, was die Perle der Lausitz zu bieten hat.

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