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Siem Reap: Eingangstor zu den Tempeln von Angkor

Angkor, Siem Reap

# **Siem Reap: Eingangstor zu den Tempeln von Angkor**

Stell dir vor, du stehst morgens um 4:30 Uhr auf, schlürfst einen viel zu süßen Instant-Kaffee und springst auf ein klappriges Tuktuk, während die Luft noch kühl und neblig ist. Dein Ziel? Angkor Wat – der berühmteste Tempel Kambodschas. Aber bevor du dort ankommst, gibt’s erstmal Siem Reap: eine Stadt, die irgendwo zwischen Backpacker-Paradies, kulturellem Hotspot und „Ich-hab-gerade-noch-3-Dollar“-Abenteuer liegt. Hier ist meine Liebeserklärung an diesen chaotisch-charmanten Ort.

Ankommen in Siem Reap: Backpacker-Vibes und Billig-Bi(e)r

Siem Reap ist so eine dieser Städte, in die man eigentlich nur wegen Angkor Wat kommt – und dann bleibt man länger als geplant. Warum? Weil die Hostels billig sind, die Straßenstände noch billiger und die Leute ultra-nett. Mein erstes Abendessen bestand aus einem Teller Nudeln für 1,50 Dollar und einem Bier für 50 Cent (ja, du hast richtig gelesen). Die Pub Street ist zwar touristisch, aber hey, wo sonst trinkt man Cocktails aus Eimern und lernt dabei Finnen kennen, die dir erklären, wie man Sauna auf Khmer sagt?

Angkor Wat: Sonnenaufgang und Schweißausbrüche

Okay, reden wir über den Elefanten im Raum (oder besser: den steinernen Tempel in der Landschaft). Angkor Wat ist atemberaubend – aber auch voll. Mein Tipp: Ja, der Sonnenaufgang ist Pflicht, aber such dir einen weniger überlaufenen Spot am Rand. Und nimm Wasser mit. VIEL Wasser. Ich dachte, ich wäre vorbereitet, bis ich nach zwei Stunden wie ein dehydrierter Goldfisch durch die Ruinen taumelte. Pro-Tipp: Die kleineren Tempel wie Ta Prohm („der mit den Baumwurzeln“) sind oft leerer und genauso beeindruckend.

Abseits der Tempel: Märkte, Mangos und Motorrad-Pannen

Siem Reap ist mehr als nur ein Sprungbrett zu den Tempeln. Der Old Market ist ein Chaos aus Gewürzen, Fake-Ray-Bans und T-Shirts mit „Same Same But Different“-Aufdrucken (die ich natürlich gekauft habe). Mein Highlight? Ein spontaner Ausflug mit einem gemieteten Motorrad – der nach 20 Kilometern mit einer Reifenpanne endete. Dank eines lächelnden Einheimischen, der mir für zwei Dollar half, wurde daraus aber eine meiner liebsten Erinnerungen. Moral der Geschichte: Immer Kleingeld für Notfälle einstecken.

Floating Villages und Frosch-Curry

Wer etwas Abwechslung braucht, sollte die schwimmenden Dörfer wie Kampong Phluk besuchen. Die Bootsfahrt dorthin ist surreal – Häuser auf Stelzen, Kinder, die im Wasser planschen, und Fischer, die dir stolz ihre Netze zeigen. Und dann das Essen: Ich habe mich durch Taranteln (knusprig, schmecken nach Chips), Frosch-Curry (überraschend lecker) und jede Menge Reis getestet. Mein Magen hat’s überlebt, also kann’s nicht so schlimm sein.

Backpacker-Geheimtipp: Die Rooftop-Bars mit Budget-View

Ja, es gibt Luxus-Rooftops mit Cocktails für 10 Dollar. Aber warum nicht stattdessen auf das Dach eines Hostels klettern, sich ein 1-Dollar-Bier schnappen und den Sonnenuntergang mit anderen Reisenden genießen? Mein Favorit: Das „Funky Flashpacker“ (ironischer Name, ich weiß) mit Hängematten und Gitarrenmusik. Hier habe ich die besten Tipps für versteckte Tempel bekommen – und einen Australier getroffen, der mir beigebracht hat, wie man „No worries“ auf Khmer sagt („Ot bong bong“ – wörtlich: „Keine Spinne Spinne“).

Fazit: Siem Reap ist wie dieser eine schräge Freund, den man erst mal nicht so richtig einschätzen kann – aber am Ende liebt man ihn für genau diese Eigenheiten. Hier geht es nicht nur um Tempel, sondern um Straßenhunde, die dich zum Hostel begleiten, um spontane Tuktuk-Rennen um Mitternacht und um das Gefühl, dass jeder Tag ein Abenteuer sein kann. Also: Pack deinen Rucksack, vergiss den Sonnenschutz nicht (trust me) und lass dich von Kambodscha überraschen.

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